Die Anwendung
Wichtig
Wird ein homöopathisches Mittel für ein bestimmtes Problem des Tieres eingesetzt, zeigt sich häufig eine so genannte „Erstverschlimmerung“. Das bedeutet, die Symptome oder das Krankheitsbild könnte sich kurzzeitig verschlimmern oder sich deutlicher symptomatisch zeigen. Hier besteht  für den Laien oft ein Unsicherheitsfaktor.

Soll ich das Homöopathika weiter geben oder schadet es meinem Tier?
Es ist schwierig hier eine allgemein gültige Vorgehensweise anzuraten .Grundsätzlich rate ich von Fall zu Fall zu entscheiden. Sollten sich bestimmte Symptome akut verschlechtern kann man die Vergabe des Homöopathika sofort für einige Tage absetzen und nach dem Abklingen der Symptome mit einer sehr niedrigen Dosierung der gleichen Potenz wieder vorsichtig beginnen. Zeigen sich bisher nicht gekannte, aber eher schwache Symptome, hat sich die Dosierung in gleicher Form bewährt und sein Tier weiter zu beobachten. Während einer homöopathischen Behandlung kann das Tier zu leichter Müdigkeit bzw. Abgeschlagenheit neigen. Es verweigert sportliche Aktivitäten und hat Ruhebedarf. Weiterhin zeigt sich häufig ein vermehrter Flüssigkeitsbedarf. Ebenso kann es zu einer verstärkten Ausscheidung über Nieren, Darm und Haut(Geruch) kommen, die aber nach einiger Zeit wieder nachlässt und meist abhängig ist vom Schweregrad der Erkrankung. Dies muss unbedingt Beachtung finden, vor allem wenn sich das Tier im täglichen Training befindet. Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass die Linderung, bzw. Heilung im Zusammenhang steht mit der Dauer der Symptome und/oder der Schwere der Erkrankung.

Faustregel
So lange wie die Symptome bestanden haben, benötigt der Organismus zur Regeneration. Bei chronischen Erkrankungen oder Problemen, die schon eine geraume Zeit  bestehen, ist eine ganze Menge Geduld notwendig bis sich positive Reaktionen zeigen können. Hier liegt auch die große Unsicherheit in der Anwendung. Im Gegensatz zur reinen Schuldmedizin, wo sich meist zeitnahe Reaktionen zeigen und dies als Beweis der Wirkung reklamiert wird, zeigen sich homöopathische Behandlungserfolge eher später, dadurch aber langfristiger.

Tipp
Homöopatische Mittel niemals mit dem Futter oder Leckerlie, noch direkt vor oder nach dem Füttern verabreichen.